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Bürgermeister-News Dezember 2/2022

Bürgermeister Andreas Bovenschulte sitzt am Schreibtisch.

Liebe Bremerinnen und Bremer, liebe Bremerhavenerinnen und Bremerhavener,

morgen ist Weihnachten und das Jahr nähert sich dem Ende. Sie werden mir sicher zustimmen, wenn ich sage: Es war ein politisch ereignisreiches und menschlich trauriges Jahr. Der russische Angriffskrieg verursacht nicht nur in der Ukraine jeden Tag unbeschreibliches Leid, er wirkt sich auch auf die Menschen hier in Bremen und Bremerhaven aus. Wir alle haben uns nach den schwierigen Corona-Zeiten ein wenig Ruhe im Alltag gewünscht. Stattdessen beschäftigten uns Mangellagen und explodierende Preise. Auch wenn die staatlichen Entlastungspakete die größten Nöte lindern – alle Sorgen können sie nicht nehmen.

Dennoch haben Sie, liebe Bremerinnen und Bremer, liebe Bremerhavenerinnen und Bremerhavener, sich auch in diesem Jahr wieder von Ihrer besten Seite gezeigt: solidarisch und weltoffenen. Viele Geflüchtete aus den Kriegsgebieten haben bei uns Schutz und ein Zuhause gefunden. Das ist das Verdienst der Menschen in unseren beiden Städten – von der Lehrkraft, die von heute auf morgen ukrainische Kinder ohne Deutschkenntnisse unterrichtet, über die Helferinnen und Helfer in den Notunterkünften oder bei den Tafeln bis hin zu denen, die ihre Häuser und Wohnungen mit Geflüchteten teilen. Mein Dank gilt auch den vielen Unternehmen, die Spenden gesammelt und Hilfsgüter transportiert haben. Bremen baut aktuell eine Partnerschaft mit der Region Odessa auf, um zunächst in der aktuellen Notlage Hilfe zu leisten. Langfristig hoffen wir auf eine dauerhafte Beziehung und Freundschaft.

Ich bin sehr stolz auf die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes. Es ist mehr als vorbildlich wie menschlich und engagiert hier Zusammenhalt gelebt wird. Wie eng Bremen zusammenrückt, konnte ich bei vielen Veranstaltungen erfahren. Da war zum Beispiel ein gemeinsames Frühstück mit Geflüchteten in der St.-Martin-Gemeinde, da war die Spendenaktion, bei der mehr als 12.000 Beutel mit Geschenken für Familien in der Ukraine zusammengekommen sind, und da waren die vielen Ehrenamtlichen, die Hilfsgüter gesammelt haben, damit diese an die polnisch-ukrainische Grenze gebracht werden konnten.

Nicht zu vergessen die Einladung für rund 1.000 bedürftige Menschen zu einem Weihnachtsessen in die Messehallen. Die Bewirtung übernehmen bei "Mein Festmahl" traditionell auch Prominente und Politiker. Es war mir eine Freude, dass ich dabei sein durfte.

VIDEO – Mein Festmahl
 

Bürgermeister Andreas Bovenschulte hilft bei der Veranstaltung Dein Festmahl für bedürftige Menschen in Bremen.

Ich bin fest davon überzeugt, dass wir die aktuellen Krisen erfolgreich bewältigen werden, so wie wir das auch bei Corona geschafft habe. Aber das geht nur in Gemeinschaft. Ja, wir haben es mit vielen großen Herausforderungen zugleich zu tun. Wir müssen die Energiekrise sozial abfedern, dem Klimawandel entgegentreten, das Gesundheitssystem stärken und gleichzeitig unseren Industrie- und Wissenschaftsstandort zukunftsfest machen. In dieser Situation dürfen wir nicht zaudern und zögern, sondern müssen den Stier bei den Hörnern packen. Der Senat hat deshalb ein drei Milliarden Euro schweres Anti-Krisen-Paket beschlossen, das zugleich ein echter Modernisierungsbooster für unsere Wirtschaft und unsere Gesellschaft sein soll. Damit Bremen und Bremerhaven möglichst sogar gestärkt aus der Krise hervorgehen.

Wie die Entlastungspakete und die Anti-Krisen-Maßnahmen des Bundes und der Länder finanziert werden können, das wird aktuell kontrovers diskutiert. Bremens Ideen dazu habe ich erst kürzlich im Bundesrat eingebracht. Auf Dauer wird es nicht funktionieren, immer weitere Schulden zu machen, wir brauchen eine Stärkung der staatlichen Einnahmen. Für mich ist es eine Frage gesellschaftlicher Solidarität, dass Spitzenverdiener und sehr vermögende Menschen hier einen besonderen Beitrag leisten.

VIDEO REDE aus dem Bundesrat.

Ich werde Sie auch im kommenden Jahr in diesem Newsletter über die Politik des Senats informieren. Aber auch Geschichten aus dem Rathaus werden hier weiterhin ihren Raum finden. Ich denke da zum Beispiel an die vielfältigen Besuche bei uns im Haus, die manchmal mit großen Empfängen und Einträgen ins Goldene Buch, aber stets mit guten und intensiven Gesprächen verbunden sind. Diplomatie und Austausch sind in der aktuellen Weltlage wichtiger denn je. Davon bin ich fest überzeugt. Und Bremen leistet mit seiner internationalen Arbeit hierzu seinen Beitrag.

Liebe Leserinnen und Leser, ich wünsche Ihnen und allen, die Ihnen nahestehen, von ganzem Herzen frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Ihr
Unterschrift Bürgermeister Andreas Bovenschulte, Präsident des Senats


Bürgermeister Bovenschulte besucht Kompetenzzentrums der Handwerkskammer (HWK) Bremen

#HANDWERK

Im Handwerk wird wertvolle Arbeit für die ganze Gesellschaft geleistet – und das nicht nur, wenn im Winter mal die Heizung ausfällt, das Auto liegen bleibt oder beim Fußballspielen eine Scheibe zu Bruch geht. Vor allem aber gibt es im Handwerk eine ganze Reihe spannender und vor allem zukunftsfähiger Jobs und vielfältige Ausbildungs- und Berufschancen. Das müssen wir wieder stärker in den Fokus rücken. Daher habe ich mich sehr gefreut, dass ich vor wenigen Tagen das Kompetenzzentrums der Handwerkskammer (HWK) Bremen, die Handwerk gGmbH besuchen durfte.

Das Kompetenzzentrum ist eine anerkannte Bildungseinrichtung nach dem Weiterbildungsgesetz im Land Bremen und bietet das größte Handwerks-Netzwerk der Region. Es bündelt unter seinem Dach insgesamt 15 Gewerke. Jährlich nehmen 11.000 Teilnehmende die Angebote der Handwerk gGmbH wahr. Sie ist eine wichtige Anlaufstelle nicht nur für angehende Handwerkerinnen und Handwerker. Erklärtes Ziel ist es, die beruflichen Chancen aller Handwerkerinnen und Handwerker in Bremen ständig weiter zu verbessern und die Qualität dieses Berufsstandes auf dem höchsten Niveau zu erhalten.

Mit den vielfältigen Angeboten ist das Kompetenzzentrum die zentrale Anlaufstelle für alle, die im Handwerk bereits tätig sind. Aber auch für alle, die sich für eine Ausbildung, Umschulung oder Weiterbildung interessieren. Richtig gut finde ich die Werkstatt-Tage, die Schülerinnen und Schüler im Rahmen der Berufsorientierung gezielt für handwerkliche Berufe anwerben.

WEITERE INFOS PLUS VIDEO VOM BESUCH


Delegation aus Izmir besucht Bremen.

#IZMIR

Besuch von unseren Freunden und Freundinnen aus Izmir hatten wir in dieser Woche. Wie lebendig unsere gemeinsame Städtepartnerschaft ist, zeigen die vielen Projekte, die alleine in den vergangenen Monaten entstanden sind. Das zu sehen, erfüllt mich mit Freude und Stolz. Viel passiert dabei auf kommunaler Ebene – ein Austausch, der vor allem in Krisenzeiten absolut notwendig ist. Wenn Nationalregierungen Probleme nicht nur nicht lösen können, sondern sogar Probleme und Konflikte kreieren, dann müssen die Kommunen und Regionen umso mehr daran arbeiten, den Dialog aufrecht zu erhalten, gemeinsame Ziele und Werte zu verfolgen. Ich bewundere und schätze sehr, mit welchem Engagement Izmirs Bürgermeister Tunç Soyer die internationale Vernetzung von Izmir vorantreibt, wie er auch gegen Widerstände die Anbindung an Europa zu stärken versucht. Bremen wird im Rahmen der Städtepartnerschaft alles tun, um ihn und seine Stadt dabei zu unterstützen.

RÜCKBLICK: VIDEO VOM BESUCH DER BREMER DELEGATION IN IZMIR


Bürgermeister Andreas Bovenschulte besucht das Unternehmen Syniotec am Wall.

#SYNIOTEC

Im Rahmen meiner regelmäßigen Betriebsbesuche konnte ich das Bremer Start-up syniotec an seinem neuen Standort Am Wall besuchen. Das junge Unternehmen revolutioniert mit seiner Software die Baubranche und bietet Firmen eine ganzheitliche Lösung für die digitale Übersicht und Überwachung von Bauprojekten und allen Baugeräten. Das Prinzip: Mit der Software SAM – Smart Asset Manager – und eigens entwickelten Übertragungsgeräten erhalten Bauunternehmen eine digitale Dokumentation ihrer Baustellen und der darauf befindlichen Geräte. Unabhängige Tracker übertragen und synchronisieren Daten direkt über eine IoT-Plattform an SAM.

syniotec steht exemplarisch für Innovation, Kreativität und Modernität – hier wird mit viel Engagement und Mut an den Dingen der Zukunft gearbeitet. Ich kann es nur immer wieder betonen: Start-ups wie dieses sind ungemein wichtig für den Standort Bremen. Sie sind es, die neue Wege gehen und junge Menschen nach Bremen holen.


Bürgermeister Andreas Bovenschulte mit den Beschäftigten des Flughafens im Austausch.

#FLUGHAFEN

Ich habe mich sehr gefreut, dass mich die Beschäftigten des Flughafen Bremens zu ihrer Betriebsversammlung eingeladen haben. Der Flughafen ist während der Corona-Pandemie durch schwierige Zeiten gegangen, umso wichtiger ist der direkte Austausch mit den Beschäftigten. Für mich ist klar: Der Flughafen gehört zu Bremen, er ist eine entscheidende Triebfeder für den touristischen Aufschwung unserer schönen Stadt und er ist von immenser Bedeutung für die heimische Wirtschaft und für Tausende von Arbeitsplätzen. Der Senat hat sich in den vergangenen Jahren immer einmütig zum Flughafen bekannt und den Betrieb in der Pandemie finanziell massiv unterstützt. Daran wird sich auch künftig nichts ändern.


Die Jugendbeiräte treffen sich im Bremer Rathaus

#JUGENDBEIRÄTE

Kürzlich sind die Jugendbeiräte der Stadt Bremen im Bremer Rathaus zusammengekommen. Das ist eine wunderbare Gelegenheit für die politisch engagierten Jugendlichen aus den verschiedenen Bremer Stadtteilen, sich über ihre Arbeit auszutauschen. Von Stadtteilfesten über die Gestaltung von öffentlichen Räumen bis hin zu Bildungsangeboten – es gab viel zu besprechen. Und die Diskussion mit den Jugendbeiräten hat mir einmal mehr gezeigt, wie viel Potential junge Menschen durch ihre Ideen in die Stadtteile tragen. Dabei wird auch deutlich, dass sich die Bedürfnisse von Kindern und Erwachsenen oft gar nicht so sehr unterscheiden. Sicherheit und Sauberkeit wünschen sich alle Generationen.

Mein Dank gilt an dieser Stelle auch den Kolleginnen aus dem Rathaus, die sich intensiv dafür einsetzen, dass junge Menschen sich mit ihren Vorstellungen in unsere Politik mit einbringen können.


#HINWEIS

  • Im kommenden Jahr wird die FreiKarte für Kinder und Jugendliche in Bremen mit weiteren 60 Euro aufgeladen. Daher an dieser Stelle noch einmal der eindringliche Appell: Die Karte bitte nicht wegwerfen, auch wenn das Guthaben bereits ausgegeben ist. Denn zum Jahresanfang gibt es das Geld für 2023. Die FreiKarte ist bares Geld wert und bietet tolle Möglichkeiten, Freizeiteinrichtungen in unserem Land zu besuchen. Viel Spaß dabei!

Bürgermeister wünscht frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr