noch ist nicht alles in trockenen Tüchern, weshalb der Sekt gerne kaltgestellt, aber noch nicht getrunken werden sollte. Dass aber die dänische Reederei Maersk und die BLG-Tochter Eurogate heute von "fortgeschrittenen Verhandlungen" sprechen, das lässt darauf hoffen, dass die Verträge schon bald unterschrieben werden. Verträge über eine Milliarden-Investition in das Nordsee Terminal Bremerhaven.
Das Terminal würde dank der geplanten Investition nicht nur zu einer der effizientesten und modernsten Umschlaganlagen seiner Art. Maersk würde nach eigenen Angaben auch den Containerumschlag massiv erhöhen – von derzeit drei auf künftig vier Millionen TEU im Jahr, wie die Fachleute sagen. TEU steht für einen Standardcontainer, etwa so hoch und so lang wie ein Fußballtor.
"Mit unseren Investitionen soll das volle Potenzial des Nordsee Terminals Bremerhaven ausgeschöpft werden", heißt es in einer Pressemitteilung, "und es zu einem der wettbewerbsfähigsten Terminals an der Nordsee machen". Damit würde Maersk sich nicht nur auf viele Jahre an Bremerhaven binden, sondern auch die Arbeitsplätze dort langfristig sichern.
Dass sich mit Maersk ein Weltmarktführer so stark in Bremerhaven engagiert, ist ein eindrucksvoller Beleg für die Leistungsfähigkeit unserer Häfen. Zusammen mit der Milliarden-Investition des Bundes und unseren eigenen Investitionen haben wir die einmalige Chance, die Häfen zukunftsfest aufzustellen und ihre Bedeutung weiter zu festigen.
Jetzt ist der Bund gefordert, die Außenweservertiefung weiter voranzutreiben. Denn nur so können die modernisierten Hafenanlagen ihre volle Leistungsfähigkeit entfalten. Ich werde mich weiter mit voller Kraft in Berlin für eine zügige Realisierung der Vertiefung einsetzen. Das habe ich Maersk-Chef Vincent Clerc, dem Ehrengast von Haus Seefahrt bei der 482. Schaffermahlzeit, heute am Rande der Feier zugesagt.
Ihr Andreas Bovenschulte

Wir halten Wort und investieren in die Infrastruktur unseres Landes. Der Senat hat dafür in den vergangenen zwei Wochen die ersten Maßnahmen des Investitionssofortprogramms beschlossen, das der Senat bereits im Dezember 2025 auf den Weg gebracht. Rund 942 Millionen Euro werden dem Land Bremen in den kommenden Jahren im Rahmen des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität vom Bund zur Verfügung gestellt. Gut 350 Millionen Euro davon werden per Investitionssofortprogramm schwerpunktmäßig in den Jahren 2026 und 2027 investiert.
Wir starten mit:
Wir investieren damit in die Zukunft des Landes Bremen. Denn: Eine moderne und leistungsfähige Infrastruktur ist die elementare Voraussetzung, um die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes zu sichern.
Immer am zweiten Freitag im Februar erstrahlt das Rathaus in ganz besonderem Glanz. Denn zur 482. Schaffermahlzeit sind auch heute wieder zahlreiche Gäste aus dem In- und Ausland der Einladung von Haus Seefahrt gefolgt. Auch die Kleiderordnung trägt zur besonderen Atmosphäre dieser Traditionsveranstaltung bei. Es ist zumindest so ziemlich der einzige Anlass, zu dem ich einen Frack trage. Und das durchaus gerne, denn es ist eine wunderbare Gelegenheit, um den Gästen die Besonderheiten und den Charme Bremens zu zeigen. Eigentlicher Zweck ist aber das Sammeln von Spenden für Haus Seefahrt: für die soziale Absicherung von Seeleuten und deren Angehörigen sowie für die Unterstützung für Nautikstudentinnen und -studenten und geflüchtete Seemannsfamilien.
Ehrengast ist in diesem Jahr Vincent Clerc, CEO von A.P. Moller – Maersk, der auch eine Rede halten wird. Gefreut habe ich mich, dass Bärbel Bas, unsere Bundesministerin für Arbeit und Soziales, meine Einladung angenommen hat. Wie gehabt sind zur Veranstaltung 100 Kapitäninnen und Kapitäne, 100 Schafferinnen und Schaffer sowie 100 Gäste aus dem In- und Ausland zusammengekommen. Für die Gäste ist das Menü mit Redebeiträgen ein einmaliges Erlebnis, da für sie eine Teilnahme nur einmal im Leben möglich ist.
Meine erste Auslandsreise als Bundesratspräsident hat mich in die Niederlande geführt. Und das ist kein Zufall. Unsere beiden Länder verbindet eine besonders enge Zusammenarbeit. Das war in allen Gesprächen dort zu spüren. Wir verstehen unsere Partnerschaft als Kern europäischer Zusammenarbeit. Politisch und wirtschaftlich. Dass ich bei dieser Reise in einer Audienz auch von König Willem-Alexander empfangen wurde, war natürlich ein ganz besonderes Erlebnis. Und es zeigt, wie eng die Freundschaft unserer Länder ist. Das ist eine unverzichtbare Voraussetzung, um gemeinsam die unverhandelbaren europäischen Werte – Demokratie, Meinungsfreiheit und Achtung der Menschrechte – gegen den wachsenden Rechtspopulismus zu verteidigen.
Diese Reise war auch mit Blick auf unseren Bremer Raumfahrtstandort wichtig. Begleitet haben mich die Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation, Kristina Vogt, und eine Wirtschaftsdelegation. Seit 2019 arbeiten Bremen und die Region Zuid-Holland zusammen. Wie die Raumfahrt Bremen und die Niederlande verbindet, wird dabei besonders am ESA-Standort in Noordwijk deutlich. Mich hat beeindruckt zu sehen, wie konkret Bremer Akteure hier in Projekte eingebunden sind und welchen sichtbaren Beitrag sie leisten. Das schafft Arbeit in Bremen, Deutschland und Europa. Diese Partnerschaften stärken nicht nur unsere Wirtschaftskraft, sie leisten einen entscheidenden Beitrag zur europäischen Einigkeit.
Über Raumfahrt habe ich in diesem Newsletter schon das ein oder andere Wort verloren. Wie breit wir da in Bremen aufgestellt sind, erlebe ich bei meinen regelmäßigen Betriebsbesuchen immer wieder. Und ich werde nicht müde, die vielen innovativen, oftmals nicht so im Scheinwerferlicht stehenden Unternehmen ein Stück ins Rampenlicht zu rücken. Dazu zählt in jedem Fall auch das Bremer Unternehmen b.r.m. IT & Aerospace GmbH. Autonome Fluggeräte, digitale Luftraumüberwachung und innovative IT-Lösungen – was nach Zukunftsmusik klingt, wird dort bereits konkret gestaltet. Das zeigt, wie innovativ wir auch im Bereich unbemannte Luftfahrt aufgestellt sind. Hier wird Zukunftstechnologie entwickelt, die wirtschaftliche Stärke, Digitalisierung und Sicherheit miteinander verbindet.
Dass wir angesichts der zahlreichen Krisen in der Welt, angesichts wegbrechender Bündnisse die technologische und verteidigungspolitische Souveränität im europäischen Zusammenwirken bewahren beziehungsweise zurückgewinnen müssen, das habe ich diese Woche beim Zukunftsforum Forschung & Innovation des Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft betont. Ich durfte in einem Impulsvortrag meine Sicht auf die Frage "Mit Sicherheit zu mehr Innovation: Wie stärkt Bremen seine sicherheitsrelevante Forschung?" darlegen. Eins ist klar: Bremen ist da gut aufgestellt. Wir verfügen über besondere industrielle und wissenschaftliche Stärken: hochspezialisierte Luft- und Raumfahrtkompetenzen, eine innovative maritime Wirtschaft, enorme Logistikkapazitäten, exzellente Forschungseinrichtungen und Hochschulen sowie ein eng gewobenes Netzwerk mittelständischer Technologieunternehmen. Und wir sind als Senat fortwährend und eng im Austausch mit den Hochschulen. Diese sind unverzichtbare Orte der kritischen Diskussion und Forschung über die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit und als Labore für zukünftige friedliche und nachhaltige Konfliktlösungen. Technologische und militärische Maßnahmen allein werden den Frieden in Europa und in unserer westlichen Welt nicht sichern – wir müssen auch als Gesamtgesellschaft die Werte der Demokratie und der Meinungsfreiheit verteidigen.
Danke Obervieland! Danke für das große Interesse, gemeinsam über Zukunftsfragen und Sorgen zu diskutieren. Mehr als 350 Bürgerinnen und Bürger sind in das Bürgerhaus Obervieland gekommen. Es waren viele Themen, auf die es nicht immer einfache Antworten gibt. Aber wichtig ist mir, alle Perspektiven zu hören. Mitzubekommen, was Sie, die Menschen in den Stadtteilen und Quartieren beschäftigt. In gut vier Stunden sind viele Punkte angesprochen worden: die geplante Schließung des Klinikums Links der Weser, der Verkehr im Stadtteil, die künftige Finanzierung der Kinder- und Jugendfarm, Barrierefreiheit im Stadtteil und illegale Müllablagerungen. Danke für Ihr Vertrauen, Ihre Offenheit und Ihr Engagement für Obervieland.
Es ist nicht nur Teil einer kleinen traditionellen Serie, es ist auch eine gute Gelegenheit, um im Gespräch gemeinsame Interessen auszulosten. Der Antrittsbesuch des Bundesratspräsidenten bei der Bundestagspräsidentin. Bei meinem Austausch mit Julia Klöckner habe ich sie bereits herzlich zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober zu uns nach Bremen eingeladen; wir haben auch über das Motto der bremischen Bundesratspräsidentschaft "VIELE STÄRKEN - EIN LAND" und was unsere Idee dahinter ist, gesprochen.
Er ist der erste Honorarkonsul der Republik Gambia für den Konsularbezirk Bremen, der in Bremen lebt und arbeitet. Ich habe mich sehr gefreut, Basem Khan seine Ernennungsurkunde im Rathaus zu überreichen. Bislang war der Konsularbezirk Bremen vom Honorarkonsul in Köln übernommen worden. Basem Khan, geboren 1979, floh vor mehr als 35 Jahren aus dem Libanon nach Deutschland. Er absolvierte eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker und legte 2005 erfolgreich seine Meisterprüfung ab. Seitdem ist er als selbstständiger Kraftfahrzeugmeister tätig. Und seit 2023 ist er auch Mitglied der Bremischen Bürgerschaft. Ich wünsche ihm alles Gute für sein Amt.
Das Land Bremen übernimmt von November 2025 bis November 2026 die Bundesratspräsidentschaft. Informationen dazu finden Sie auf der Seite BUNDESRATSPRÄSIDENTSCHAFT – Bremen stellt den Vorsitz in der Länderkammer